Kalibrierung
Die Kalibrierung richtet den oberen und unteren FG-3+-Sensor so aus, dass der Gradiometer den Magnetfeldgradienten korrekt misst.
Dieser Prozess stellt sicher, dass beide Sensoren konsistent reagieren, wenn das Instrument gedreht wird, was für die genaue Erkennung magnetischer Anomalien unerlässlich ist.
Die Kalibrierung ist einer der wichtigsten Schritte bei der Montage des Gradiometers.
Benötigte Werkzeuge
- ein Kunststoff- oder nichtmetallischer Schraubendreher
- ein nichtmetallischer V-Block-Halter
- ein vollständig montiertes MAG-BOARD
- angeschlossene Sensoren und LCD-Display
Der V-Block ermöglicht ein gleichmäßiges Drehen des Gradiometers, ohne seine Position zu verändern.
Umgebungsanforderungen
Die Kalibrierung muss in einer magnetisch sauberen Umgebung durchgeführt werden. Vermeiden Sie Orte in der Nähe von elektrischen Leitungen, Transformatoren, Lautsprechern, Eisenstrukturen oder magnetischen Werkzeugen. Externe Magnetquellen beeinflussen die Kalibriergenauigkeit.
Vorbereitung des Kalibrieraufbaus
- Platzieren Sie die V-Blöcke waagerecht auf einer ebenen Fläche
- Richten Sie sie in Ost-West-Richtung aus
- Legen Sie das Gradiometerrohr auf die V-Blöcke
- Schließen Sie die Sensoren und das LCD-Display an das MAG-BOARD an
- Schalten Sie das System ein
Das Display sollte folgende Werte anzeigen:
| Bezeichnung | Beschreibung |
|---|---|
| U | Messwert des oberen Sensors |
| L | Messwert des unteren Sensors |
Wenn der Bildschirm leer ist, stellen Sie das LCD-Kontrastpotentiometer auf der Platine ein, bis das Display sichtbar wird.

Schritt 1 — Sensorausrichtung
Drehen Sie das Gradiometerrohr langsam um seine Achse und beobachten Sie die U- und L-Werte auf dem Display.
Ziel: Sowohl U als auch L müssen gleichzeitig steigen und fallen.
Wenn sie sich nicht gemeinsam verändern, passen Sie die Sensorkappenausrichtung an, bis sie auf dieselbe Weise reagieren.

Schritt 2 — Nullkalibrierung
Drücken Sie die NULL-Taste am Elektronikmodul (oder verwenden Sie die Android-App, falls verbunden).
Das Display zeigt nun:
| Bezeichnung | Beschreibung |
|---|---|
| D | Gradientenwert (Differenz zwischen den beiden Sensoren) |
Schritt 3 — Feinabstimmung
Drehen Sie das Gradiometerrohr und beobachten Sie den D-Wert.
Wenn der höchste D-Wert erscheint:
- Lösen Sie die untere Einstellschraube
- Ziehen Sie die obere Einstellschraube an
Wenn keine untere Schraube vorhanden ist, lösen Sie stattdessen die beiden nächstgelegenen Schrauben. Halten Sie die Schrauben während der Einstellung immer leicht angezogen.
Wiederholen Sie diesen Vorgang während des Drehens des Rohrs.
Schritt 4 — Gradiationsvariation minimieren
Fahren Sie mit der Feinabstimmung fort, bis die Änderung von D bei einer vollständigen Umdrehung minimiert ist.
Wenn die D-Variation nicht unter etwa 1000 reduziert werden kann, drehen Sie die Sensorkappe leicht und wiederholen Sie den Abstimmvorgang.
Die Kalibrierung kann zeitaufwendig sein, ist aber für genaue Messungen notwendig.
Kalibrierung sichern
Nach erfolgreicher Kalibrierung:
- Prüfen Sie, ob Schrauben aus der Sensorkappe herausstehen
- Falls erforderlich, schleifen Sie die herausstehenden Teile ab
Schneiden Sie die Schrauben nicht mit einem Messer oder einer Säge ab — dies kann die Kalibrierung beeinträchtigen.
Dann:
- Tragen Sie Heißkleber über die Schrauben auf
- Schieben Sie die Baugruppe vollständig in das Rohr
Dies fixiert die Sensoren an Ort und Stelle und erhält die Kalibrierung.
Endmontage
Sobald die Kalibrierung abgeschlossen ist:
- Montieren Sie das Elektronikgehäuse auf dem Rohr
- Befestigen Sie den LCD-Halter am Gehäuse
- Führen Sie die Sensorkabel durch die Gehäuseöffnung
- Verbinden Sie LCD und Sensoren mit dem MAG-BOARD
Achten Sie bei der Installation auf die Ausrichtung der Kabel.
Kalibrierung abgeschlossen
Der Gradiometer ist nun einsatzbereit. Das Instrument kann magnetische Anomalien und vergrabene ferromagnetische Objekte erkennen, indem es den Gradienten zwischen den beiden Sensoren misst.
Für beste Ergebnisse überprüfen Sie die Kalibrierung regelmäßig, wenn das Instrument demontiert oder mechanischen Erschütterungen ausgesetzt wird.